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Betriebsanleitung · TCN-CSC-10N
Dies ist die vollständige Betriebsanleitung, die jedem Gerät gedruckt und als PDF beiliegt. Sie steht hier offen, damit Sie schon vor dem Kauf sehen können, wie ausführlich alles erklärt ist.

Betriebsanleitung TCN-CSC-10N — Slave-/Erweiterungsmodul

Deutschsprachige Betriebsanleitung

Diese deutschsprachige Betriebsanleitung wurde vom Inverkehrbringer auf Grundlage der Hersteller-, Prüf- und Produktunterlagen erstellt.

Vor der ersten Inbetriebnahme vollständig lesen. Bewahren Sie diese Anleitung griffbereit am Aufstellort auf und geben Sie sie bei Weiterverkauf mit dem Gerät weiter. Das TCN-CSC-10N ist ein Erweiterungsmodul und wird nur in Verbindung mit einem Master-Gerät betrieben. Lesen Sie ergänzend die Betriebsanleitung des Master-Geräts (z. B. TCN-CSC-10C(V22)).


1. Identifikation und Verantwortliche

Gerät

Angabe Wert
Vertriebsmarke SnackDragon
Modellbezeichnung (Typenschild) TCN-CSC-10N
Gerätetyp Slave-/Erweiterungsmodul (Zusatzkabinett), gekühlt, Spiral- und Gurtfächer, ohne eigenen Touchscreen-Verkaufsbetrieb und ohne eigenes Zahlungssystem
Bauart Stationäres Gerät zur gewerblichen Nutzung im Innenbereich, betrieben nur in Verbindung mit einem Master-Gerät

Die Marke SnackDragon kennzeichnet baugleiche Geräte des Herstellers TCN; es handelt sich physisch um dasselbe Gerät wie das TCN-Modell TCN-CSC-10N.

Hersteller

HUNAN TCN VENDING MACHINE CO., LTD No. 058 North Yinzhou Road, Ningxiang City, Changsha, Hunan, China

EU-Bevollmächtigter

EUREPSTAR GmbH Schlüterstr. 3, 85057 Ingolstadt, Deutschland

Inverkehrbringer / Importeur

MS KB Vermögensverwaltung GmbH, Carl-Zeiss-Ring 15a, 85737 Ismaning

Gilt für die aktuelle Bestandscharge 2024/2025. Bei künftigen Direktimporten der Ventec Systems GmbH sind die Angaben des jeweils verantwortlichen Inverkehrbringers zu verwenden.

Typenschild und Seriennummer

Das Typenschild befindet sich am Gerät (Anschrift, Modell, technische Daten, Seriennummer). Notieren Sie die Seriennummer (SN) vor der Inbetriebnahme; halten Sie sie bei jeder Service-Anfrage bereit. Das Slave-Modul wird im Backend des Master-Geräts geführt.

Seriennummer (SN): ______________________________

EG-Konformitätserklärung

Für dieses Gerät liegt eine EG-Konformitätserklärung vor (DoC-Referenz CE-ZJ-2025-001). Sie liegt dieser Anleitung bei bzw. wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt und benennt die zugrunde gelegten EU-Richtlinien (u. a. Maschinenrichtlinie, EMV, RoHS, Niederspannung).


2. Bestimmungsgemäße Verwendung und Fehlanwendung

Bestimmungsgemäße Verwendung

Der TCN-CSC-10N ist ein gekühltes Erweiterungsmodul (Slave) zum automatisierten Verkauf verpackter Snacks, Getränke und ähnlicher Stückwaren über Spiral- und Gurtfächer. Die Ware fällt in den Ausgabeschacht (Entnahmefach). Das Modul wird an ein Master-Gerät (z. B. TCN-CSC-10C(V22)) gekoppelt und ausschließlich über dieses Master-Gerät bedient und bezahlt.

Vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung (nicht zulässig)


3. Sicherheit

Lesen Sie dieses Kapitel vollständig, bevor Sie das Gerät transportieren, aufstellen, koppeln oder bedienen. Beachten Sie zusätzlich das Sicherheitskapitel der Betriebsanleitung des Master-Geräts.

Signalwörter

3.1 Elektrische Sicherheit (Anschluss nur über das Master-Gerät)

GEFAHR — Stromschlag durch unsachgemäße Kopplung oder beschädigte Leitung. Folge: lebensgefährlicher elektrischer Schlag, Brand. Abhilfe: Das Slave-Modul besitzt keinen eigenen Netzstecker und wird nicht direkt an eine Steckdose angeschlossen. Stromversorgung und Datenanbindung erfolgen ausschließlich über das gekoppelte Master-Gerät gemäß TCN-Vorgabe. Kopplung und Trennung nur im stromlosen Zustand (Master-Gerät vom Netz getrennt). Beschädigte Verbindungsleitungen sofort außer Betrieb nehmen.

| Anschluss des Moduls | kein eigenständiger Betreiberanschluss; Verbindung ausschließlich mit dem Master gemäß Lieferkonfiguration durch qualifiziertes Personal |

WARNUNG — Stromschlag bei Reinigung/Wartung. Folge: elektrischer Schlag. Abhilfe: Vor Reinigung, Wartung oder Austausch von Teilen das gekoppelte Master-Gerät vom Netz trennen (Modul stromlos schalten).

3.2 Kippgefahr, Transport und Aufstellung

WARNUNG — Kippen des schweren Geräts. Das Gewicht ist konfigurationsabhängig. Für Transport und Tragfähigkeit des Untergrunds mindestens 245 kg einplanen. Folge: schwere Quetschungen und Sachschäden. Nur mit geeignetem Transportmittel und mindestens zwei Personen bewegen; auf festem, ebenem, tragfähigem Untergrund aufstellen und gegen Kippen sichern.

WARNUNG — Kippen des aufgestellten Geräts. Ein nicht gegen Kippen gesichertes Gerät kann umkippen, wenn es gerüttelt, gekippt, erklettert wird oder daran gezogen wird — insbesondere durch Kinder, bei Vandalismus oder beim Versuch, hängengebliebene Ware durch Rütteln zu lösen. Folge: schwere oder tödliche Quetschverletzungen. Abhilfe: Das Gerät muss vor Inbetriebnahme am Aufstellort gegen Kippen gesichert werden (Bodenbefestigung). Die mechanische Kopplung an das Master-Gerät ersetzt die Kippsicherung nicht.

3.3 Kältemittel R-1234yf

WARNUNG — Brennbares Kältemittel. Das Modul besitzt einen eigenen Kühlkreis und enthält R-1234yf, 245 g (Sicherheitsklasse A2L, brennbar). Folge: Brand-/Verpuffungsgefahr bei Beschädigung des Kältekreislaufs. Abhilfe: Kältekreislauf niemals demontieren, umbauen, anbohren oder beschädigen. Keine offene Flamme und keine Zündquellen in der Nähe bei Wartung. Reparaturen am Kältekreis ausschließlich durch einen zertifizierten Kälte-Fachbetrieb (Sachkundenachweis). Gerät nicht selbst entsorgen.

3.4 Quetsch- und Greifgefahr (Tür, Spiralen, Ausgabefach)

VORSICHT — Quetschung an Tür, Spiralen und Ausgabefach. Folge: Klemm-/Quetschverletzungen an Händen. Abhilfe: Beim Öffnen die Tür mit einer Hand am Griff halten. Nicht in laufende Spiralen oder in das Ausgabefach greifen. Kinder vom Gerät fernhalten und nur unter Aufsicht heranlassen.

3.5 Knopfzelle (Service)

VORSICHT — Knopfzelle. Ausschließlich den auf der Platine angegebenen Typ verwenden. Austausch nur stromlos durch Service-Personal.

3.6 Restrisiken

Auch bei bestimmungsgemäßer Verwendung verbleiben Restrisiken:


4. Transport, Handhabung, Lagerung


5. Aufstellung und Inbetriebnahme (in Verbindung mit dem Master)

Das Slave-Modul wird neben dem Master-Gerät aufgestellt und mit diesem gekoppelt. Es hat keinen eigenen Netzanschluss und keinen eigenständigen Inbetriebnahme-Ablauf; die Inbetriebnahme erfolgt zusammen mit dem Master.

5.1 Standortanforderungen

5.2 Mechanische und elektrische Kopplung an den Master

WARNUNG — Kopplung nur stromlos. Folge: elektrischer Schlag, Geräteschaden. Abhilfe: Vor jeder Kopplung/Trennung das Master-Gerät vom Netz trennen.

  1. Die Standzeit nach Transport (Kapitel 4) muss abgelaufen sein.
  2. Master-Gerät vom Netz trennen (stromlos).
  3. Slave-Modul fluchtend neben dem Master positionieren und ausrichten.
  4. Mechanische Verbindung sowie Strom-/Datenleitung zwischen Master und Slave gemäß TCN-Vorgabe herstellen: gemäß Lieferkonfiguration; Ausführung nur durch qualifiziertes Personal.
  5. Master-Gerät wieder ans Netz anschließen und einschalten; der monatliche Leckageschutz-Test erfolgt am Master-Netzstecker (siehe Betriebsanleitung Master).

5.3 Tür entriegeln

Schlüssel in das Schloss stecken, nach rechts (im Uhrzeigersinn) drehen — der Schlossgriff springt auf. Griff herausziehen und etwa zehnmal nach links (gegen den Uhrzeigersinn) drehen, um die Tür zu öffnen.

5.4 Konfiguration der Slave-Slots (am Master-Backend)

Das Slave-Modul wird nicht über einen eigenen Touchscreen konfiguriert. Bestand, Preise und Slot-Einstellungen der Slave-Slots werden im Backend des Master-Geräts vorgenommen; die Master-Software erkennt die zusätzliche Laufwerksplatine des Slave-Moduls.


6. Bedienung im Alltag (Betreiber)

Verkauf und Bezahlung erfolgen über das Master-Gerät. Am Slave-Modul fallen im Alltag im Wesentlichen Befüllen und Reinigen an.

6.1 Befüllen

Nur verpackte Ware einlegen. MHD-Rotation beachten (ältere Ware nach vorn).

Spiralfächer:

Gurtfächer (Riemen):

6.2 Bestand und Preise der Slave-Slots

Bestand, Preise und Produktinfos der Slave-Slots werden am Master-Backend gepflegt (siehe Betriebsanleitung des Master-Geräts, Kapitel „Preise und Produkte anlegen/ändern"). Ein eigener Bedienzugang am Slave-Modul besteht nicht.

6.3 Geld entnehmen / Wechselgeld

Entfällt am Slave-Modul. Zahlungsabwicklung, Geldentnahme und Wechselgeld erfolgen am Master-Gerät.


7. Reinigung und Hygiene

WARNUNG — Reinigung unter Spannung. Folge: Stromschlag. Abhilfe: Vor jeder Reinigung das gekoppelte Master-Gerät vom Netz trennen (Modul stromlos). Gerät nicht in Wasser tauchen, nicht mit Wasserstrahl abspritzen.

7.1 Reinigungs- und Inspektionsplan

Bauteil/Tätigkeit Beim Nachfüllen Monatlich Halbjährlich
Außenflächen
Ausgabefach
Ladestraße/Fächer
Verdampfer
Verflüssiger (Kondensator)
Leckageschutz prüfen (am Master)
LED-Leuchte prüfen
Aufstellungs-/Kopplungsstatus prüfen

7.2 Reinigungshinweise

7.3 Lebensmittelhygiene (Betreiberpflicht)

Beim Verkauf gekühlter, verpackter Lebensmittel gelten die Basispflichten der Lebensmittelhygiene (LMHV): nur einwandfreie, verpackte Ware; MHD-Kontrolle und -Rotation; Temperaturkontrolle und ggf. Temperaturdokumentation. Die Übertemperatursperre des Geräts (Konfiguration am Master) unterstützt, ersetzt aber nicht die Eigenkontrolle des Betreibers.


8. Wartung, Störung, Ersatzteile

8.1 Wartungsübersicht

Tätigkeit Intervall Durchführung
Außen-/Innenreinigung, Fächer siehe 7.1 Betreiber
Verdampfer/Verflüssiger reinigen monatlich Betreiber
Leckageschutz-Test (am Master) monatlich Betreiber
LED, Aufstellung/Kopplung prüfen halbjährlich Betreiber
Eingriffe in den Kältekreis (R-1234yf), Kältemittel nachfüllen bei Bedarf ausschließlich zertifizierter Kälte-Fachbetrieb
Knopfzelle Typ gemäß Platinenaufdruck; Austausch nur stromlos durch Service

8.2 Häufige Störungen und Abhilfe

Störung Mögliche Ursache Abhilfe
Slave-Modul ohne Funktion Master-Gerät ohne Strom Stromversorgung des Master-Geräts prüfen (siehe Betriebsanleitung Master)
Interner Schutzschalter (am Master) ausgelöst Ursache prüfen (Kurzschluss/Überlast); Schutzschalter am Master wieder einschalten. Löst er erneut aus: Verbund vom Netz trennen und Service kontaktieren — nicht wiederholt einschalten
Kopplung Master ↔ Slave unterbrochen Verbund stromlos schalten, Kopplung/Verbindungsleitung prüfen gemäß Lieferkonfiguration; Ausführung nur durch qualifiziertes Personal
Slave-Slots fehlen im Backend Slave von Master nicht erkannt Verbund stromlos schalten, Kopplung prüfen; Master neu starten; Laufwerksplatine prüfen
Ausgabe fehlgeschlagen Produktgröße passt nicht zur Ladestraße passende Ware einlegen oder Slot (am Master) anpassen
Ware hängt in der Spirale fest Bestückung prüfen (Ware nicht über Trog/zu breit), Spirale/Slot korrigieren
Kapazitätseinstellung fehlerhaft Fehler löschen (am Master), korrekte Kapazität setzen
Modul kühlt nicht Kühlung nicht eingeschaltet Kühlmodus (am Master für das Slave-Modul) einschalten
Verflüssiger verstaubt Kondensator mit nichtmetallischer Bürste reinigen
Hohe Umgebungstemperatur / schlechte Belüftung Standort/Belüftung verbessern, 20 cm Abstand sicherstellen
Kältemittel zu niedrig Kälte-Fachbetrieb / After-Sales kontaktieren

Fehler werden im Backend des Master-Geräts unter „Fehlerdiagnose" geführt.

8.3 Ersatzteile und Service

8.4 Anti-Beschlag-Glasheizung

Das Modul besitzt eine Anti-Beschlag-Heizung der vorderen Glastür (Doppelglas). Sie verhindert Beschlag im Kühlbetrieb. Aktivierung/Heizzeit werden gemäß TCN-Vorgabe (am Master) eingestellt: gemäß Lieferkonfiguration. Bei aktivem Kühlmodus immer einschalten. Eine Innenraumheizung ist nicht vorhanden.


9. Außerbetriebnahme und Entsorgung

WARNUNG — Kältemittel R-1234yf (A2L, brennbar). Folge: Brand-/Umweltgefahr bei unsachgemäßer Entsorgung. Abhilfe: Entsorgung und Kältemittelentnahme ausschließlich durch einen zertifizierten Fachbetrieb. Kältekreis nicht beschädigen.


10. Technische Daten

Merkmal Wert
Modell TCN-CSC-10N
Bauart Stationäres Slave-/Erweiterungsmodul, Innenbereich, gewerblich; Betrieb nur in Verbindung mit einem Master-Gerät
Stromversorgung über das gekoppelte Master-Gerät (kein eigener Netzstecker); Master: 230 V / 50 Hz, Schutzklasse I
Anschluss des Moduls kein eigenständiger Betreiberanschluss; Verbindung ausschließlich mit dem Master gemäß Lieferkonfiguration durch qualifiziertes Personal
Zahlungssystem keines (Bezahlung über das Master-Gerät)
Bedienung/Display kein eigenständiger Touchscreen-Verkaufsbetrieb (Bedienung über das Master-Backend)
Kältemittel R-1234yf, 245 g (A2L, brennbar) — eigener Kühlkreis
Klimaklasse 5
Gewicht konfigurationsabhängig; für Transport und Tragfähigkeit mindestens 245 kg einplanen; Typenschild und Lieferunterlagen sind maßgeblich
Ausgabe Spiral- und Gurtfächer, Ausgabe in unteren Ausgabeschacht (Entnahmefach), kein Lift
Glas Doppelglas mit Anti-Beschlag-Glasheizung; keine Innenraumheizung
Kapazität (Spiralen/Fächer) ca. 60 Slots / 6 Ebenen, ca. 360–600 Produkte (je nach Konfiguration; Herstellerangabe laut Datenblatt/Produktseite)
Abmessungen (B × T × H) ca. 882 × 790 × 1940 mm (Herstellerangabe laut Datenblatt/Produktseite: H 1940 × B 882 × T 790 mm)
Energieeffizienz / Verbrauch Energieeffizienzklasse F; Jahresenergieverbrauch 2.340,00 kWh/a; Nettovolumen 1.015 L — eigene EPREL-Registrierung Nr. 2774124 (Energielabel und Produktdatenblatt unter snackdragon.eu/docs/eprel/2774124/)
Schallpegel Der A-bewertete Emissionsschalldruckpegel liegt unter 70 dB(A). Eigene Messung 07/2026 an baugleicher R-1234yf-Kühlung: ca. 52 dB(A) in 1 m Abstand bei laufender Kühlung (nahe dem rückseitigen Kompressor bis ca. 65 dB(A)).