Betriebsanleitung TCN-CSC-10N — Slave-/Erweiterungsmodul
Deutschsprachige Betriebsanleitung
Diese deutschsprachige Betriebsanleitung wurde vom Inverkehrbringer auf Grundlage der Hersteller-, Prüf- und Produktunterlagen erstellt.
Vor der ersten Inbetriebnahme vollständig lesen. Bewahren Sie diese Anleitung griffbereit am Aufstellort auf und geben Sie sie bei Weiterverkauf mit dem Gerät weiter. Das TCN-CSC-10N ist ein Erweiterungsmodul und wird nur in Verbindung mit einem Master-Gerät betrieben. Lesen Sie ergänzend die Betriebsanleitung des Master-Geräts (z. B. TCN-CSC-10C(V22)).
1. Identifikation und Verantwortliche
Gerät
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Vertriebsmarke | SnackDragon |
| Modellbezeichnung (Typenschild) | TCN-CSC-10N |
| Gerätetyp | Slave-/Erweiterungsmodul (Zusatzkabinett), gekühlt, Spiral- und Gurtfächer, ohne eigenen Touchscreen-Verkaufsbetrieb und ohne eigenes Zahlungssystem |
| Bauart | Stationäres Gerät zur gewerblichen Nutzung im Innenbereich, betrieben nur in Verbindung mit einem Master-Gerät |
Die Marke SnackDragon kennzeichnet baugleiche Geräte des Herstellers TCN; es handelt sich physisch um dasselbe Gerät wie das TCN-Modell TCN-CSC-10N.
Hersteller
HUNAN TCN VENDING MACHINE CO., LTD No. 058 North Yinzhou Road, Ningxiang City, Changsha, Hunan, China
EU-Bevollmächtigter
EUREPSTAR GmbH Schlüterstr. 3, 85057 Ingolstadt, Deutschland
Inverkehrbringer / Importeur
MS KB Vermögensverwaltung GmbH, Carl-Zeiss-Ring 15a, 85737 Ismaning
Gilt für die aktuelle Bestandscharge 2024/2025. Bei künftigen Direktimporten der Ventec Systems GmbH sind die Angaben des jeweils verantwortlichen Inverkehrbringers zu verwenden.
Typenschild und Seriennummer
Das Typenschild befindet sich am Gerät (Anschrift, Modell, technische Daten, Seriennummer). Notieren Sie die Seriennummer (SN) vor der Inbetriebnahme; halten Sie sie bei jeder Service-Anfrage bereit. Das Slave-Modul wird im Backend des Master-Geräts geführt.
Seriennummer (SN): ______________________________
EG-Konformitätserklärung
Für dieses Gerät liegt eine EG-Konformitätserklärung vor (DoC-Referenz CE-ZJ-2025-001). Sie liegt dieser Anleitung bei bzw. wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt und benennt die zugrunde gelegten EU-Richtlinien (u. a. Maschinenrichtlinie, EMV, RoHS, Niederspannung).
2. Bestimmungsgemäße Verwendung und Fehlanwendung
Bestimmungsgemäße Verwendung
Der TCN-CSC-10N ist ein gekühltes Erweiterungsmodul (Slave) zum automatisierten Verkauf verpackter Snacks, Getränke und ähnlicher Stückwaren über Spiral- und Gurtfächer. Die Ware fällt in den Ausgabeschacht (Entnahmefach). Das Modul wird an ein Master-Gerät (z. B. TCN-CSC-10C(V22)) gekoppelt und ausschließlich über dieses Master-Gerät bedient und bezahlt.
- Nur für den gewerblichen Gebrauch und nur im Innenbereich („for commercial and indoor use only").
- Geeignete Aufstellorte sind betreute, witterungsgeschützte Innenbereiche (z. B. Bürogebäude, Fitnessstudios, Einkaufszentren, Bahnhöfe, Flughäfen, Fabriken).
- Das Gerät ist nicht für den privaten Haushaltsgebrauch bestimmt (B2B-Gerät).
Vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung (nicht zulässig)
- Eigenständiger Betrieb ohne Master-Gerät — das Modul hat keinen eigenen Verkaufs-/Bezahlbetrieb und ist ohne gekoppeltes Master-Gerät nicht bestimmungsgemäß einsetzbar.
- Eigenmächtiger direkter Anschluss an das Stromnetz — die Versorgung erfolgt ausschließlich über das Master-Gerät gemäß TCN-Vorgabe.
- Aufstellung im Freien oder in spritzwassergefährdeten/feuchten Bereichen — das Gerät ist nicht wasserdicht und besitzt keine IP-Schutzart für den Außeneinsatz.
- Verkauf unverpackter Lebensmittel.
- Betrieb in übermäßig kalter Umgebung; das Gerät hat keine Innenraumheizung.
- Private Haushaltsnutzung.
- Lagerung explosiver oder leicht entzündlicher Stoffe (z. B. Spraydosen mit brennbarem Treibmittel) im Gerät.
3. Sicherheit
Lesen Sie dieses Kapitel vollständig, bevor Sie das Gerät transportieren, aufstellen, koppeln oder bedienen. Beachten Sie zusätzlich das Sicherheitskapitel der Betriebsanleitung des Master-Geräts.
Signalwörter
- GEFAHR — unmittelbare Gefahr mit Tod oder schweren Verletzungen als Folge.
- WARNUNG — mögliche Gefahr mit schweren Verletzungen als Folge.
- VORSICHT — mögliche Gefahr mit leichten Verletzungen als Folge.
- HINWEIS — möglicher Sach- oder Geräteschaden.
3.1 Elektrische Sicherheit (Anschluss nur über das Master-Gerät)
GEFAHR — Stromschlag durch unsachgemäße Kopplung oder beschädigte Leitung. Folge: lebensgefährlicher elektrischer Schlag, Brand. Abhilfe: Das Slave-Modul besitzt keinen eigenen Netzstecker und wird nicht direkt an eine Steckdose angeschlossen. Stromversorgung und Datenanbindung erfolgen ausschließlich über das gekoppelte Master-Gerät gemäß TCN-Vorgabe. Kopplung und Trennung nur im stromlosen Zustand (Master-Gerät vom Netz getrennt). Beschädigte Verbindungsleitungen sofort außer Betrieb nehmen.
| Anschluss des Moduls | kein eigenständiger Betreiberanschluss; Verbindung ausschließlich mit dem Master gemäß Lieferkonfiguration durch qualifiziertes Personal |
- Anschluss- und Kopplungsschritte (mechanisch und elektrisch) sowie zulässige Master-/Slave-Kombinationen: gemäß Lieferkonfiguration; Ausführung nur durch qualifiziertes Personal.
WARNUNG — Stromschlag bei Reinigung/Wartung. Folge: elektrischer Schlag. Abhilfe: Vor Reinigung, Wartung oder Austausch von Teilen das gekoppelte Master-Gerät vom Netz trennen (Modul stromlos schalten).
3.2 Kippgefahr, Transport und Aufstellung
WARNUNG — Kippen des schweren Geräts. Das Gewicht ist konfigurationsabhängig. Für Transport und Tragfähigkeit des Untergrunds mindestens 245 kg einplanen. Folge: schwere Quetschungen und Sachschäden. Nur mit geeignetem Transportmittel und mindestens zwei Personen bewegen; auf festem, ebenem, tragfähigem Untergrund aufstellen und gegen Kippen sichern.
WARNUNG — Kippen des aufgestellten Geräts. Ein nicht gegen Kippen gesichertes Gerät kann umkippen, wenn es gerüttelt, gekippt, erklettert wird oder daran gezogen wird — insbesondere durch Kinder, bei Vandalismus oder beim Versuch, hängengebliebene Ware durch Rütteln zu lösen. Folge: schwere oder tödliche Quetschverletzungen. Abhilfe: Das Gerät muss vor Inbetriebnahme am Aufstellort gegen Kippen gesichert werden (Bodenbefestigung). Die mechanische Kopplung an das Master-Gerät ersetzt die Kippsicherung nicht.
- Kippsicherung ist Pflicht des Betreibers/Aufstellers: Gerät vor Inbetriebnahme mit für den Untergrund geeignetem, zugelassenem Befestigungsmaterial über die vorbereiteten Bohrungen in den Standfüßen am Boden gegen Kippen sichern (Floor-Fixing-Kit separat erhältlich, SnackDragon Service: info@snackdragon.eu). Eignung von Untergrund und Befestigungsmitteln im Zweifel durch eine Fachkraft prüfen lassen. Ohne montierte Kippsicherung darf das Gerät nicht betrieben werden.
- Gerät niemals rütteln, anstoßen, kippen, erklettern oder daran ziehen; hängengebliebene Ware niemals durch Rütteln am Gerät lösen, sondern den Betreiber bzw. Service kontaktieren.
- Zum Umsetzen das Gerät zuerst entleeren, vom Master entkoppeln und von der Kippsicherung lösen; am neuen Standort vor Wiederinbetriebnahme erneut gegen Kippen sichern.
- Halten Sie rundum mindestens 20 cm Freiraum für die Belüftung ein; das gilt insbesondere für Rückseite, linke und rechte Seite. Auf der Kopplungsseite zum Master-Gerät die TCN-Vorgaben zum Mindestabstand beachten gemäß Installationsplan der gelieferten Konfiguration.
3.3 Kältemittel R-1234yf
WARNUNG — Brennbares Kältemittel. Das Modul besitzt einen eigenen Kühlkreis und enthält R-1234yf, 245 g (Sicherheitsklasse A2L, brennbar). Folge: Brand-/Verpuffungsgefahr bei Beschädigung des Kältekreislaufs. Abhilfe: Kältekreislauf niemals demontieren, umbauen, anbohren oder beschädigen. Keine offene Flamme und keine Zündquellen in der Nähe bei Wartung. Reparaturen am Kältekreis ausschließlich durch einen zertifizierten Kälte-Fachbetrieb (Sachkundenachweis). Gerät nicht selbst entsorgen.
- Lagern Sie keine explosiven/brennbaren Stoffe (z. B. Spraydosen) im Gerät.
3.4 Quetsch- und Greifgefahr (Tür, Spiralen, Ausgabefach)
VORSICHT — Quetschung an Tür, Spiralen und Ausgabefach. Folge: Klemm-/Quetschverletzungen an Händen. Abhilfe: Beim Öffnen die Tür mit einer Hand am Griff halten. Nicht in laufende Spiralen oder in das Ausgabefach greifen. Kinder vom Gerät fernhalten und nur unter Aufsicht heranlassen.
3.5 Knopfzelle (Service)
VORSICHT — Knopfzelle. Ausschließlich den auf der Platine angegebenen Typ verwenden. Austausch nur stromlos durch Service-Personal.
3.6 Restrisiken
Auch bei bestimmungsgemäßer Verwendung verbleiben Restrisiken:
- Restklemmgefahr an Tür, Spiralen und Fächern trotz Schutzmaßnahmen.
- Kippgefahr, wenn die vorgeschriebene Kippsicherung fehlt oder entfernt wird oder das Gerät mutwillig gerüttelt/erklettert wird.
- Brandrisiko durch das brennbare Kältemittel bei mechanischer Beschädigung des Kältekreises.
- Stromschlagrisiko bei eigenmächtigen Eingriffen in die Elektrik oder Kopplung unter Spannung.
- Rutsch-/Stolpergefahr durch herabfallende Ware oder verschüttete Flüssigkeiten am Ausgabefach.
4. Transport, Handhabung, Lagerung
- Anlieferung prüfen: Verpackung bei Erhalt auf Transportschäden kontrollieren. Bei Beschädigung zuerst den Logistikdienstleister informieren, dann den Inverkehrbringer/Lieferanten.
- Auspacken: Alle Verpackungsmaterialien entfernen (Holzkiste, Karton, Klebeband, Schaumstoff, Schutzfolien).
- Standzeit nach Transport (Pflicht vor dem Einschalten des gekoppelten Verbunds):
- Mindestens 30 Minuten stehen lassen, bevor der Verbund an die Stromversorgung angeschlossen wird.
- Bei Kühlbetrieb das Gerät vorher 4–5 Stunden ruhen lassen, um Schäden am Kompressor zu vermeiden.
- Lagerbedingungen: trocken, frostfrei, witterungsgeschützt und standsicher lagern. Maßgeblich sind Typenschild und die konkret gelieferte Konfiguration.
5. Aufstellung und Inbetriebnahme (in Verbindung mit dem Master)
Das Slave-Modul wird neben dem Master-Gerät aufgestellt und mit diesem gekoppelt. Es hat keinen eigenen Netzanschluss und keinen eigenständigen Inbetriebnahme-Ablauf; die Inbetriebnahme erfolgt zusammen mit dem Master.
5.1 Standortanforderungen
- Fester, ebener, tragfähiger Boden (Gewicht ca. 130–245 kg, für Tragfähigkeit den höheren Wert ansetzen); Gerät waagerecht ausrichten und bündig/fluchtend neben dem Master-Gerät positionieren.
- Kippsicherung montieren (Pflicht): Gerät nach dem Ausrichten gemäß Kapitel 3.2 gegen Kippen sichern (Bodenbefestigung); die Kopplung an den Master ersetzt die Kippsicherung nicht. Erst danach in Betrieb nehmen.
- Nur Innenbereich, gut belüftet, mindestens 20 cm Freiraum rundum (Kopplungsseite gemäß TCN-Vorgabe gemäß Installationsplan der gelieferten Konfiguration).
- Nicht in der Nähe von Wärmequellen oder direkter Sonneneinstrahlung.
- Nicht in feuchten oder spritzwassergefährdeten Bereichen; Gerät nicht mit Wasserstrahl abspritzen oder in Wasser tauchen.
- Klimaklasse 5 gemäß SGS-Prüfbericht. Nur in frostfreien Innenräumen betreiben; Typenschild und Standortbedingungen beachten.
5.2 Mechanische und elektrische Kopplung an den Master
WARNUNG — Kopplung nur stromlos. Folge: elektrischer Schlag, Geräteschaden. Abhilfe: Vor jeder Kopplung/Trennung das Master-Gerät vom Netz trennen.
- Die Standzeit nach Transport (Kapitel 4) muss abgelaufen sein.
- Master-Gerät vom Netz trennen (stromlos).
- Slave-Modul fluchtend neben dem Master positionieren und ausrichten.
- Mechanische Verbindung sowie Strom-/Datenleitung zwischen Master und Slave gemäß TCN-Vorgabe herstellen: gemäß Lieferkonfiguration; Ausführung nur durch qualifiziertes Personal.
- Master-Gerät wieder ans Netz anschließen und einschalten; der monatliche Leckageschutz-Test erfolgt am Master-Netzstecker (siehe Betriebsanleitung Master).
5.3 Tür entriegeln
Schlüssel in das Schloss stecken, nach rechts (im Uhrzeigersinn) drehen — der Schlossgriff springt auf. Griff herausziehen und etwa zehnmal nach links (gegen den Uhrzeigersinn) drehen, um die Tür zu öffnen.
5.4 Konfiguration der Slave-Slots (am Master-Backend)
Das Slave-Modul wird nicht über einen eigenen Touchscreen konfiguriert. Bestand, Preise und Slot-Einstellungen der Slave-Slots werden im Backend des Master-Geräts vorgenommen; die Master-Software erkennt die zusätzliche Laufwerksplatine des Slave-Moduls.
- Temperatur: Kühlmodus wählen und Soll-Temperatur passend zu den eingelagerten Produkten einstellen. Maßgeblich ist der am konkreten Gerät angezeigte Einstellbereich.
- Ein eigenes Zahlungssystem (Münzwechsler, Banknotenleser, Kartenleser) und eine eigene Altersverifikation besitzt das Slave-Modul nicht; Zahlung und ggf. Altersverifikation laufen vollständig über das Master-Gerät.
6. Bedienung im Alltag (Betreiber)
Verkauf und Bezahlung erfolgen über das Master-Gerät. Am Slave-Modul fallen im Alltag im Wesentlichen Befüllen und Reinigen an.
6.1 Befüllen
Nur verpackte Ware einlegen. MHD-Rotation beachten (ältere Ware nach vorn).
Spiralfächer:
- Tablett herausziehen, Produkte von vorn nach hinten einlegen (Tablett ggf. ca. 30° nach unten neigen).
- Passende Spirale zur Produktgröße wählen; bei unbekannten Produkten vor dem Verkauf testen.
- Spiralenausrichtung: bei Einzelslots linkes/rechtes Spiralende auf 3-Uhr-Position; bei gemischten Slots Spiralen auf 6 Uhr.
- Fehlbestückung vermeiden: Ware darf die obere Platte nicht berühren, nicht breiter als die Spirale/der Slot sein, nicht zu klein zum Greifen, nicht über den Trog hinausragen. Produkt leicht nach hinten neigen, damit es beim Drehen sauber in den Ausgabeschacht fällt.
- Tablett bis zum Einrasten zurückschieben; vor dem Schließen kurz prüfen, ob es sicher sitzt.
Gurtfächer (Riemen):
- Ware direkt auf das Tablett legen (nicht herausziehen — unebenes Tablett kann Ware quetschen).
- Belastbarkeit: 1,6 kg bei einem Gurt, 2,5 kg bei zwei Gurten; ein Gurtslot ist für 7 Produkte ausgelegt.
- Produktdicke > 50 mm (stabiler Stand), Produktlänge < 100 mm (sonst löst der Lichtsensor zu früh aus). Ware mittig platzieren.
- Keine numerische Hersteller-Gewichtsgrenze belegt: Spiralen/Slots nur mit den dafür vorgesehenen Produktgrößen bestücken, gleichmäßig beladen, nicht überladen .
6.2 Bestand und Preise der Slave-Slots
Bestand, Preise und Produktinfos der Slave-Slots werden am Master-Backend gepflegt (siehe Betriebsanleitung des Master-Geräts, Kapitel „Preise und Produkte anlegen/ändern"). Ein eigener Bedienzugang am Slave-Modul besteht nicht.
6.3 Geld entnehmen / Wechselgeld
Entfällt am Slave-Modul. Zahlungsabwicklung, Geldentnahme und Wechselgeld erfolgen am Master-Gerät.
7. Reinigung und Hygiene
WARNUNG — Reinigung unter Spannung. Folge: Stromschlag. Abhilfe: Vor jeder Reinigung das gekoppelte Master-Gerät vom Netz trennen (Modul stromlos). Gerät nicht in Wasser tauchen, nicht mit Wasserstrahl abspritzen.
7.1 Reinigungs- und Inspektionsplan
| Bauteil/Tätigkeit | Beim Nachfüllen | Monatlich | Halbjährlich |
|---|---|---|---|
| Außenflächen | – | ✓ | – |
| Ausgabefach | ✓ | – | – |
| Ladestraße/Fächer | – | ✓ | – |
| Verdampfer | – | ✓ | – |
| Verflüssiger (Kondensator) | – | ✓ | – |
| Leckageschutz prüfen (am Master) | – | ✓ | – |
| LED-Leuchte prüfen | – | – | ✓ |
| Aufstellungs-/Kopplungsstatus prüfen | – | – | ✓ |
7.2 Reinigungshinweise
- Staub mit trockenem Tuch abwischen; bei stärkerer Verschmutzung mit Wasser oder verdünnter, neutraler Reinigungslösung angefeuchtetes Tuch.
- Keine organischen Lösungsmittel, Säuren, Laugen, Farbverdünner o. Ä. — Rissgefahr am Gehäuse.
- Verdampfer und Verflüssiger monatlich reinigen; bei Bedarf den Kühlerspalt bei geöffneter Tür und stromlosem Verbund mit einer nichtmetallischen Bürste reinigen (Hinweise auf dem Aufkleber „Refrigerator Cleaning Guide" am Gerät beachten).
- Kondensat: sichtbare Ablauföffnungen nicht blockieren. Bei ungewöhnlicher Feuchtigkeit oder Leckage Gerät stromlos schalten und Service kontaktieren.
7.3 Lebensmittelhygiene (Betreiberpflicht)
Beim Verkauf gekühlter, verpackter Lebensmittel gelten die Basispflichten der Lebensmittelhygiene (LMHV): nur einwandfreie, verpackte Ware; MHD-Kontrolle und -Rotation; Temperaturkontrolle und ggf. Temperaturdokumentation. Die Übertemperatursperre des Geräts (Konfiguration am Master) unterstützt, ersetzt aber nicht die Eigenkontrolle des Betreibers.
8. Wartung, Störung, Ersatzteile
8.1 Wartungsübersicht
| Tätigkeit | Intervall | Durchführung |
|---|---|---|
| Außen-/Innenreinigung, Fächer | siehe 7.1 | Betreiber |
| Verdampfer/Verflüssiger reinigen | monatlich | Betreiber |
| Leckageschutz-Test (am Master) | monatlich | Betreiber |
| LED, Aufstellung/Kopplung prüfen | halbjährlich | Betreiber |
| Eingriffe in den Kältekreis (R-1234yf), Kältemittel nachfüllen | bei Bedarf | ausschließlich zertifizierter Kälte-Fachbetrieb |
| Knopfzelle | Typ gemäß Platinenaufdruck; Austausch nur stromlos durch Service |
8.2 Häufige Störungen und Abhilfe
| Störung | Mögliche Ursache | Abhilfe |
|---|---|---|
| Slave-Modul ohne Funktion | Master-Gerät ohne Strom | Stromversorgung des Master-Geräts prüfen (siehe Betriebsanleitung Master) |
| Interner Schutzschalter (am Master) ausgelöst | Ursache prüfen (Kurzschluss/Überlast); Schutzschalter am Master wieder einschalten. Löst er erneut aus: Verbund vom Netz trennen und Service kontaktieren — nicht wiederholt einschalten | |
| Kopplung Master ↔ Slave unterbrochen | Verbund stromlos schalten, Kopplung/Verbindungsleitung prüfen gemäß Lieferkonfiguration; Ausführung nur durch qualifiziertes Personal | |
| Slave-Slots fehlen im Backend | Slave von Master nicht erkannt | Verbund stromlos schalten, Kopplung prüfen; Master neu starten; Laufwerksplatine prüfen |
| Ausgabe fehlgeschlagen | Produktgröße passt nicht zur Ladestraße | passende Ware einlegen oder Slot (am Master) anpassen |
| Ware hängt in der Spirale fest | Bestückung prüfen (Ware nicht über Trog/zu breit), Spirale/Slot korrigieren | |
| Kapazitätseinstellung fehlerhaft | Fehler löschen (am Master), korrekte Kapazität setzen | |
| Modul kühlt nicht | Kühlung nicht eingeschaltet | Kühlmodus (am Master für das Slave-Modul) einschalten |
| Verflüssiger verstaubt | Kondensator mit nichtmetallischer Bürste reinigen | |
| Hohe Umgebungstemperatur / schlechte Belüftung | Standort/Belüftung verbessern, 20 cm Abstand sicherstellen | |
| Kältemittel zu niedrig | Kälte-Fachbetrieb / After-Sales kontaktieren |
Fehler werden im Backend des Master-Geräts unter „Fehlerdiagnose" geführt.
8.3 Ersatzteile und Service
- Ersatzteilbezug ausschließlich über SnackDragon / den Inverkehrbringer; nur Originalteile verwenden.
- Eingriffe in den Kältekreis nur durch zertifizierten Fachbetrieb.
- Service-Kontakt: info@snackdragon.eu (SnackDragon Service, Ventec Systems GmbH).
8.4 Anti-Beschlag-Glasheizung
Das Modul besitzt eine Anti-Beschlag-Heizung der vorderen Glastür (Doppelglas). Sie verhindert Beschlag im Kühlbetrieb. Aktivierung/Heizzeit werden gemäß TCN-Vorgabe (am Master) eingestellt: gemäß Lieferkonfiguration. Bei aktivem Kühlmodus immer einschalten. Eine Innenraumheizung ist nicht vorhanden.
9. Außerbetriebnahme und Entsorgung
- Vor Außerbetriebnahme das Modul leeren, den Verbund ausschalten und das Master-Gerät vom Netz trennen; anschließend das Slave-Modul stromlos vom Master trennen.
WARNUNG — Kältemittel R-1234yf (A2L, brennbar). Folge: Brand-/Umweltgefahr bei unsachgemäßer Entsorgung. Abhilfe: Entsorgung und Kältemittelentnahme ausschließlich durch einen zertifizierten Fachbetrieb. Kältekreis nicht beschädigen.
- WEEE / ElektroG: Das Gerät ist ein gewerblich genutztes Elektrogerät und gehört nicht in den Hausmüll. Rücknahme/Entsorgung erfolgt über das B2B-Rücknahmekonzept des Inverkehrbringers (§ 19a ElektroG).
WEEE-Reg.-Nr.:
DE 98205872 - Batterie: Typ gemäß Platinenaufdruck; Austausch nur stromlos durch Service und getrennte Entsorgung.
10. Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Modell | TCN-CSC-10N |
| Bauart | Stationäres Slave-/Erweiterungsmodul, Innenbereich, gewerblich; Betrieb nur in Verbindung mit einem Master-Gerät |
| Stromversorgung | über das gekoppelte Master-Gerät (kein eigener Netzstecker); Master: 230 V / 50 Hz, Schutzklasse I |
| Anschluss des Moduls | kein eigenständiger Betreiberanschluss; Verbindung ausschließlich mit dem Master gemäß Lieferkonfiguration durch qualifiziertes Personal |
| Zahlungssystem | keines (Bezahlung über das Master-Gerät) |
| Bedienung/Display | kein eigenständiger Touchscreen-Verkaufsbetrieb (Bedienung über das Master-Backend) |
| Kältemittel | R-1234yf, 245 g (A2L, brennbar) — eigener Kühlkreis |
| Klimaklasse | 5 |
| Gewicht | konfigurationsabhängig; für Transport und Tragfähigkeit mindestens 245 kg einplanen; Typenschild und Lieferunterlagen sind maßgeblich |
| Ausgabe | Spiral- und Gurtfächer, Ausgabe in unteren Ausgabeschacht (Entnahmefach), kein Lift |
| Glas | Doppelglas mit Anti-Beschlag-Glasheizung; keine Innenraumheizung |
| Kapazität (Spiralen/Fächer) | ca. 60 Slots / 6 Ebenen, ca. 360–600 Produkte (je nach Konfiguration; Herstellerangabe laut Datenblatt/Produktseite) |
| Abmessungen (B × T × H) | ca. 882 × 790 × 1940 mm (Herstellerangabe laut Datenblatt/Produktseite: H 1940 × B 882 × T 790 mm) |
| Energieeffizienz / Verbrauch | Energieeffizienzklasse F; Jahresenergieverbrauch 2.340,00 kWh/a; Nettovolumen 1.015 L — eigene EPREL-Registrierung Nr. 2774124 (Energielabel und Produktdatenblatt unter snackdragon.eu/docs/eprel/2774124/) |
| Schallpegel | Der A-bewertete Emissionsschalldruckpegel liegt unter 70 dB(A). Eigene Messung 07/2026 an baugleicher R-1234yf-Kühlung: ca. 52 dB(A) in 1 m Abstand bei laufender Kühlung (nahe dem rückseitigen Kompressor bis ca. 65 dB(A)). |